ITS Niedersachsen mit Sitz in Braunschweig wurde mit dem klaren Auftrag und dem Anspruch versehen, als neutraler Vertreter für das gesamte Land Niedersachsen auf nationalem und internationalem Parkett aktiv zu sein und die damit verbundenen Themenfelder mit dem Schwerpunkt intelligenter Transportsysteme und -dienste zu vertreten. Insbesondere die sicherheitskritischen Anwendungen mit ihren damit verbundenen hohen Anforderungen an Technik, Prozesse und Prüfung kennzeichnen dabei die Systemkompetenz und das Kern „Know-how” von ITS Niedersachsen. Der neue Verein entstand aus der Verschmelzung des GZVB - Gesamtzentrum für Verkehr Braunschweig e.V. und ITS Intelligente Transport- und Verkehrssysteme und -dienste Niedersachsen e.V. aus Hannover.
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Unsere Pferdestärken werden elektrisch – eMobilität in Niedersachsen
Mit diesem kernigen Slogan hat sich die Metropolregion Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen mit Unterstützung des Landes Niedersachsen zu Beginn dieses Jahres beim nationalen Förderprogramm der Bundesregierung als ,Schaufenster Elektromobilität‘ beworben. Die Gemeinschaftsleistung der insgesamt rund 200 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Land und Kommunen, Verbänden, Industrie und Forschung, die an der Bewerbung mitgewirkt haben, wurde im März mit einer positiven Entscheidung der Bundesregierung belohnt: Niedersachsen hat den Zuschlag als eines von vier Schaufenstern Elektromobilität erhalten. Im Förderprogrammzeitraum von 2012 bis 2015 wird die Metropolregion Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen damit eine Vorreiterposition in der Entwicklung, Demonstration, Pilotierung und Integration der Elektromobilität in den Alltag einnehmen.
Ziel ist es, Technologieentwicklungen zu initiieren und aufzuzeigen, Elektromobilität durch die vom Partner Volkswagen AG getriebene Markteinführung von Elektrofahrzeugen erfahrbar zu machen, und entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Erzeugung regenerativer Energie über das Fahrzeug, Ladeinfrastruktur und Einbeziehung zusätzlicher Verkehrsträger bis hin zu Servicedienstleistungen – die Potenziale der Elektromobilität aufzuzeigen. Die nationalen Schaufenster Elektromobilität sollen durch ihre Aktivitäten und Innovationen dazu beitragen, Deutschland bis zum Jahr 2020 als Leitanbieter für Elektromobilität zu etablieren.
Den Erfolg bei der Bewerbung als Schaufenster Elektromobilität sehen die Initiatoren als Ergebnis und neue Herausforderungen für die Schlüsselkompetenzen Niedersachsens in den Bereichen Mobilität und Energie. Bei der Antragsstellung wurde die Metropolregion GmbH vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, der Wachstumsinitiativen hannoverimpuls, der Volkswagen AG, der Wolfsburg AG, der projektregion Braunschweig, dem Institut Transportation Design der HBK sowie vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt unterstützt. Mit ihrer ausführlichen Interessenbekundung haben sie die 13-köpfige Fachjury überzeugt, die gegenüber der Bundesregierung eine Empfehlung der im Rahmen des Regierungsprogramm Elektromobilität zu fördernden Schaufenster aussprach. Mit seinen Pferdestärken hatte Niedersachsen gemeinsam mit drei weiteren Regionen unter 23 Bewerbungen die Nase vorn.
Auf der Hannover Messe hat Ende April ein ersten Treffen der Vertreter der Metropolregion GmbH mit den Ansprechpartnern des Projektträgers und der anderen Schaufenster – dies sind Living Lab BW E-Mobil in Baden-Württemberg, das Internationale Schaufenster der Elektromobilität in Berlin/Brandenburg sowie ,Elektromobilität verbindet‘ in Bayern und Sachsen – stattgefunden. Nach dem positiven Bescheid der Bundesregierung gilt es in einem nächsten Schritt, das Antragsverfahren der 37 Einzelprojekte, die im Rahmen des Niedersächsischen Schaufensters eMobilität geplant sind, einzuleiten. Alle von der Metropolregion avisierten Projekte sind durch die Höchstförderungssumme abgedeckt.
Start der deutschen eCall-Testphase in Braunschweig (HeERO)
ITS Niedersachsen lud am 19.03.2012 Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zu einem Demonstrationstermin in die Feuerwehreinsatzzentrale nach Braunschweig ein. An diesem Termin nahm auch die Europäische Vereinigung ERTICO teil, die die europaweite Koordination des HeERO (Harmonised eCall European Pilot) Projektes inne hat. Es wurde erstmals in Deutschland gezeigt, wie die eingehenden Test-eCalls verarbeitet werden und welche Vorteile aus der neuen Technik gezogen werden können.
Der Beginn der Testphase in Deutschland stellt einen wesentlichen Meilenstein des HeERO Projektes und damit der Einführung des eCall Systems dar. Die eingehenden Test-Notrufe werden an einem Arbeitsplatz visualisiert und zeigen verschiedene Informationen auf einem Bildschirm an, sodass Mitarbeiter aus der Leitzentrale im Ernstfall sofort tätig werden können. Im Lauf der kommenden Monate werden die so gewonnen Erkenntnisse genutzt, um den eCall zu optimieren.
TV-Bericht:
Mehr Informationen zu HeERO finden Sie in der Rubrik Projekte.